Ernährung von Katzen - Die Katze richtig füttern

Auf dem Gebiet der Katzenernährung gibt es einiges zu Wissen und viele neue Katzenbesitzer lassen sich leider von den vielen Informationen schbräcken und beginnen daher ihren neuen, vierbeinigen Lebensgefährten falsch zu ernähren. Dabei muss das Füttern der Katze nicht kompliziert sein. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst und diesen Ernährungsberater zusammengestellt.

Die Abwechslung machts - Das Füttern unterschiedlicher Futtermarken

Leider gibt es soetwas wie das perfekte Futter, welches alle nötigen Nährstoffe enthält und die Katze für immer zufriedenstellt nicht, denn Katzen möchten auch öfter einmal eine Abwechslung beim Essen spüren. Viele Katzenbesitzer stellen daher die Frage, ob es in Ordnung ist, öfter die Futtermarke zu wechseln bzw. unterschiedliche Futtersorten zu füttern.

Wir können dies durchaus empfählen. Nicht nur bekommt die Katze dann eine Abwechslung im Geschmack und wird nicht komplett auf eine Futtersorte "antrainiert", sondern sie bekommt auch wichtige Nährstoffe, welche vielleicht in einem anderen Futter nicht zu finden sind.

Es ist daher überhaut nicht schädlich, es ist sogar sehr ratsam, regelmäßig eine andere Marke zu geben. Leider gibt es kein perfektes Nassfutter, welches wirklich alles im richtigen verhältnis enthält. Das eine hat zu viel Calcium, aber wenig Taurin... ein anderes futter hingegen hat viel taurin aber wenig Calcium. Wenn Sie jetzt beide Marken füttern, treffen Sie genau die Mitte, also das Optimum. Daher wird empfohlen, Katzen mindestens 2-3 verschiedene Marken und selbstverständlich auch verschiedene Geschmacksrichtungen zu füttern. Kittenfutter ist übrigens nicht nötig. Es unterscheidet sich kaum zum Adultfutter. Und das, was die kleinen Kitten brauchen, nehmen sie sich übers normale futter, indem sie etwas mehr fressen. Im ersten Jahr dürfen Kitten sowieso so viel fressen, wie sie wollen. Hochwertige Marken bieten meistens kein Kittenfutter an. Diese Futtersorten sind mehr ein Werbetrick, gleich wie Futter für "Britisch Kurzhaar" oder "Perserkatzen". Diese Firmen wollen nur Ihr Bestes: Ihr Geld! Kitten geht auf Abenteuer

Katzenfutter Checkliste

Wir haben für Sie eine kurze Checkliste zusammengestellt, welche die wichtigsten Merkmale für hochwertiges Katzenfutter enthält. Damit lässt sich endlich die oft gestellete Frage "Welches Katzenfutter ist gut für meine Katze?" beantworten.

Gutes Futter richtig füttern

Katzen mögen keine riesigen Portionen. Geben Sie daher lieber kleine Portionen und diese öfter. Das hat auch den angenehmen Vorteil, dass sie nicht of of schlechtgewordenes Futter wegwerfen müssen.

Katzen mögen kein kaltes Futter. Viele Katzenhalter bewahren das Katzenfutter im Kühlschrank auf, um eine geöffnete Dose länger frisch zu halten. Dagegen ist natürlich nichts auszusetzen. Allerdings hat die Katze etwas daran auszusetzen, wenn sie das kalte Futter direkt aus dem Kühlschrank serviert bekommt. Machen Sie ihrer Katze eine Freude und wärmen Sie das Futter kurz im Wasserbad oder im Backrohr an. Auch aus gesundheitlichen Gründen sollte kaltes Futter vermieden werden, da es bei den Fellnasen zu Durchfall führen kann.

Hier gehts zu einer Auswahl an hochwertigem Katzenfutter

Wieviel frisst eine Katze?

Die "richtige" Menge gibt es in diesem Fall nicht. Die benötigte Tagesmenge hängt sehr vom Köpergewicht, Alter und Aktivitätsgrad der Katze ab. So wird ein 7kg Freigänger mehr Futter als eine 3kg Wohnungskatze benötigen. Auch die Qualität und Zusammensetzung des Futters speieln eine Rolle. Der richtige Ansatz ist es den Energie- oder Erhaltungsbedarf der Katze herauszufinden, also wieviel Energie die Katze zuführen muss um ihre Statur und ihren Aktivitätsgrad erhalten zu können und eine entsprechende Kalorienmenge zu füttern.

Hochwertiges Futter sättigt die Katze länger und deckt dabei den Energiebedarf nachhaltiger als minderwertiges Futter. So ist oft von günstigem Futter eine größere Menge nötig um den Tagesbedarf zu decken.

Die Angaben zur Fütterungsempfehlung auf den Futterverpackungen geben einen groben Anzahltspunkt, welche Menge die Katze am Tag benötigt. Diese sollten allerdings nur als Richtlinien herangezogen werden. Wenn die Katze nach dieser Menge noch Hunger hat, kann ruhig noch etwas mehr gefüttert werden.

Eine gesunde, erwachsene Katze hat ein gesundes Sättigungsgefühl und "weiß selbst" wann sie aufhören muss. Denn den exakten Bedarf zu bestimmten ist ein Ding der Unmöglichkeit. Denn die Menge hängt nicht nur vom verwendeten Futter und der Statur und Körpergröße der Katze ab, sondern auch von der Jahreszeit (im Winter wird oft mehr gefressen als im Sommer), von der Aktivität und der Tagesverfassung der Katze. Katzen mit einem gesunden Sättigungsgefühl brauchen keine extra abgemessenen Futtermengen und als Halter kann man sich sehr gut auf ihr Futtergefühl verlassen.

Dabei müssen Katzen bei dieser Fütterungsmethode nicht dick werden. Wer auf hochwertiges Futter und artgerechte Bewegung achtet, darf sich über eine gesunde und schlanke Katze freuen.

Musste die Katze in der Vergangenheit allerdings hungern, so ist es möglich, dass sie ihr gutes Hungergefühl gegen einen Futterneid getauscht hat und gerne einmal über den Hunger frisst. In diesem Fall kann man sich nicht mehr auf das Bauchgefühl der Katze verlassen. In diesem Fall kann es helfen kleinere Mahlzeiten dafür öfter zu füttern. Das bremst die Katze beim "Schlingen" ein und fördert ein gesundes Hungergefühl.

Wie oft frisst eine Katze?

Katzen sind keine Schlinger auch wenn das manchmal den Anschein hat. Sie nehmen mehrmals pro Tag Mahlzeiten zu sich, das hält den Stoffwechsel schön in Schwung. Füttern Sie daher ihre Katze mit mindestens zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag und das wenn möglich immer zur gleichen Zeit. Ein Nachtsnack ist dabei durchaus auch erlaubt.

Kitten sollten sogar 4-5 Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen.

Welches Futter für nierenkranke Katzen

Bei nierenkranken Katzen ist besonders auf hochwertiges Futter zu achten, da minderwertige Inhaltsstoffe die Nieren nur zusätzlich belasten würden. Lesen Sie unseren Artikel zu diesem Thema: hier.

Wir haben die bekanntesten Futtermarken auf "Herz und Nieren" getestet und unsere Favoriten gefunden. Leste mehr über unseren Katzenfuttertest.

Die Katze richtig verstehen

Was Essen betrifft haben unsere süßen Stubentiger so einige Eigenheiten und können uns manchmal mit ihrem Verhalten überraschen. Wir haben hier ein paar Beobachtungen zusammengetragen und von Katzensprache auf Deutsch übersetzt.

Meine Katze scharrt am Futternapf und möchte das Essen vergraben

Das Scharren neben dem Futternapf ist ein angebohrenes Verhalten. Damit möchte die Katze ihr Futter vor anderen Tieren verstecken bzw. vergraben und für später aufheben. Denn in der Wildnis gibt es immer wieder Zeiten in denen es nichts zu Fressen gibt und dann kommt so ein Futterversteck sehr gelegen.

Dieses Verhalten tritt meist dann auf, wenn die Kazte momentan nicht fressen möchte. Das kann sein, weil sie schon satt ist, oder weil ihr das angebotene Futter nicht schmeckt. Hatte sie vorher nichts zum Fressen und schnuppert nur kurz an der Nahrung, bevor sie zu scharren beginnt, dann sollten Sie der Katze einmal ein anderes Futter anbieten.

Genau wie wir Menschen haben es Katzen auch ganz gerne, beim Futter eine Abwechslung geboten zu bekommen. Versuchen Sie zwischen 2-3 Futtermarken zu wechseln.

NDR Reportage über die Tricks mit dem Katzenfutter